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Projekt: Josef Felder
Radikalismus in der BRD
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5. Die Skinhead-Subkultur
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

6. Rechtsextremistisches Gewaltpotential
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

7. Linksextremismus in der BRD
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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5. Die Entstehung und Bedeutung der Skinhead-Subkultur


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Parteipolitisch engagierter Skin mit Jacke der Marke "Doberman"

Vollbild (182 kb)


Im Großbritannien der sechziger Jahre entstand eine Bewegung von Jugendlichen aus der Arbeiterklasse, welche sich durch Randalieren bei Fußballspielen, hohen Alkoholkonsum und bestimmte Identifizierungsmerkmale, wie Bomberjacken und kahlgeschorene Köpfe auszeichneten.


Erst Mitte der siebziger Jahre, als rechtsgerichtete Organisationen Einfluss auf die Szene nahmen, wurde diese in ein rechtsradikales und ein weiterhin unpolitisches bzw. linkes Lager aufgeteilt.


Ähnliche Entwicklungen wurden später in der BRD und DDR sichtbar, jedoch gelang es dort den Neonazi-Gruppen nicht vollständig, die Skinheads zu vereinnahmen, da diese diszipliniertes und planvolles Handeln strikt ablehnten. Politisch vertreten die rechtsextremistischen Skinheads auch heute keine einheitliche Ideologie, sondern deklarieren ganz unterschiedlich Feindbilder wie Asylanten, Einwanderer, Senioren und Obdachlose, ohne ein konkretes Programm zu verfolgen.


Es gibt nach wie vor verschiedene rechte Skingruppierungen, deren Anführer auch Querverbindungen zu Organisationen wie dem Ku-Klux-Klan (siehe Abbildung 2) pflegen: „Nazi-Skins", "Fascho-Skins", "White Power-Skins", "Hooligans", "Hammerskins", "Blood & Honour".


hier
Konzert der Gruppe "Warhammer"

Vollbild (16 kb)


Eine optische Abgrenzung durch eine strikte Kleiderordnung, im Stil der alten Skinheadbewegung, verstärkt durch rechte Accessoires, wie Markennamen welche die Buchstabenfolge „nsda(p)“ enthalten, bestimmte deutsche und englische Marken und hauptsächlich weiße Schnürsenkel gehören zur Identität des rechten Skins.


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Deutscher Skinhead mit Runen und der SS-Losung: "Meine Ehre heißt Treue"

Vollbild (27 kb)


Des öfteren dienen auch eindeutige und großflächige Tätowierungen einem starken Geltungstrieb.


Weitere Erkennungsmerkmale sind Buchstabenkürzel und Zahlenkombinationen wie „18“, „88“, „14“ und „28“. Die Zahl 14 steht für „14 words“, die Zahlen 18 für „Adolf Hitler“ und 88 für „Heil Hitler“. Die Zahl „28“ ist das Kürzel der internationalen Skinheadorganisation „Blood & Honour“, welche in Deutschland inzwischen verboten ist. Hierzu gehört auch die weitaus gewalttätigere Unterorganisation „Combat 18“. (siehe Abbildung 2, in der Mitte des Banners)


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Blood & Honour - Zeichen mit sogenannter Triskele in der Mitte

Vollbild (53 kb)


Das wichtigste verbindende Element der Szene stellt der Rechtsrock dar. Gruppennamen wie Störkraft, Kraftschlag, Landser, Zillertaler Türkenjäger, Endstufe, Kettenhund, Agitator, Sturmgewehr, Stahlgewitter, Oidoxie oder Noie Werte sprechen für sich.


Der Ausdruck „Oi“ wurde in der Punkrockszene des öfteren auch von rechten Bands benutzt, allerdings stammt der sogenannte „Oi“-Rock aus England und ist unpolitisch.


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Skin mit roten Schnürsenkeln und cherry boots aus der "Oi"-Szene

Vollbild (11 kb)


Auszug aus dem Lied „Brennende Kohle“ von der CD „Der ewige Jude“ der Band „Volkszorn“:


„Neger, die sind schwarz wie die Nacht; so schwarz wie Brikett.
Ich übergieße euch mit Benzin und zünd‘ euch an. Oh Nigger, jetzt bist du dran.“


Trotz vermehrter Kontrollen und Verboten stieg die Zahl der Konzerte an. Flexibilität sowie das nötige Netzwerk für spontane Aktionen wurde durch höhere Teilnehmerzahlen bewiesen. Der Zusammenschluss der Skinheadgruppen mit neonazistischen „Kameradschaften“ wird zwar immer noch abgelehnt, jedoch treffen beide Gruppen sich zu Großveranstaltungen und gemeinsamen Aufmärschen, teilweise kommen auch Mitglieder des dritten Bereichs, der parteipolitischen Ebene.


Literatur:
Bundesministerium der Innern (Hrsg.), Verfassungsschutzbericht 1999, Berlin 200, S.23
http://www.verfassungsschutz.de/de/publikationen/verfassungsschutzbericht
http://de.wikipedia.org/wiki/Skinheads
http://www.verfassungsschutz.de/de/publikationen/pb_rechtsextremismus/broschuere_2_0408_Kennzeichen_Symbole/broschuere_0401_RE_Kennzeichen_21.7.04.pdf (Sehr zu empfehlen ab Punkt 4! Titel: Symbole und Zeichen der Rechtsextremisten)
http://www.du-sollst-skinheads-nicht-mit-nazis-verwechseln.de/ (Eine Seite gegen Vorurteile und gängige Klischees)


von Juliane Rick

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