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Projekt: Josef Felder
Im Nationalsozialismus
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5.1 Widerstand vor der Emigration
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

5.2 Emigration und Exil
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

5.3 Konzentrationslager Dachau
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

5.4 Arbeit in der Firma Willy Bogners
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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5.2 Josef Felder im Exil


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Auszug aus dem Protokoll der Sitzung der SPD-Reichstagsfraktion am 10. Juni 1933, 10.6.1933

Vollbild (463 kb)

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Brief des Landesverbandes der Bayerischen Presse Benachrichtigung über Ausschluss von "Marxisten" aus dem Verband

Vollbild (293 kb)


Der Landesverband der Bayerischen Presse teilte Josef Felder mit, dass ab dem 1. Juli 1933 alle Marxisten – Mitglieder der KPD oder SPD – aus dem Verband ausgeschlossen werden würden. Dies kam einem Berufsverbot gleich und bedeutete für Josef Felder, dass er kein Geld mehr als Journalist verdienen konnte.


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Zeitungsartikel der "Deutschen Ostfront": Verbot der SPD, 23.06.1933

Vollbild (25 kb)


Die SPD wurde am 22. Juni 1933 durch Reichsinnenminister Frick verboten, ihren Abgeordneten im Reichstag wurden die Mandate aberkannt. Die sozialdemokratischen Abgeordneten – und damit auch Josef Felder – befanden sich in einer sehr schwierigen Situation: Ihre Familien wurden bedroht, sie selbst wurden verfolgt oder in Konzentrationslagern inhaftiert. Daraufhin beschloss Josef Felder, sofort aus Deutschland zu fliehen. Sein Bruder Anton, ein geübter Bergsteiger, half ihm bei der Flucht über das Karwendelgebirge nach Wien.


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Weihnachten 1933 in der Emigration, 1933

Vollbild (103 kb)

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Josef Felder im Exil in Wien, Aug 1933

Vollbild (94 kb)


Josef Felder, der im Juni 1933 nach Wien emigriert war, wohnte dort bei den Künstlern Kurt Manschinger und Grete Hartwig, die von 1929 bis 1931 am Stadttheater in Augsburg aufgetreten waren und mit denen er seitdem befreundet war.


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Josef Felder im Exil, 1933

Vollbild (78 kb)


Im Exil in Wien schrieb Josef Felder Zeitungsartikel und hielt Reden, in denen er die bedrohliche Situation in Deutschland schilderte und die österreichischen Sozialdemokraten zu rechtzeitigem Widerstand gegen die Nationalsozialisten und die Regierung Dollfuß aufrief. Er sprach unter anderem vor dem Wiener Gesamtvorstand der SPÖ und, zusammen mit seinem früheren Reichstagskollegen Wilhelm Hoegner, vor dem Klub der österreichischen Nationalräte im Parlament.


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Auszug aus dem Programm des Wiener Kabaretts "Die Seeschlange"

Vollbild (171 kb)


Josef Felder musste seine politische Tätigkeit in Wien für den Fall, dass die deutschen Nationalsozialisten ihn dort aufspüren sollten, verschleiern. Daher nahm er eine Scheintätigkeit beim Wiener Kabarett „Die Seeschlange“ an.


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Mitglieder des Vorstandes der Sopade: von links: Erich Ollenhauer, Hans Vogel, Friedrich Stampfer, Otto Wels, Albert Grzesinski und Siegmund Crummenerl, 1933

Vollbild (19 kb)


Josef Felder nahm, nachdem er im Februar 1934 mit Hilfe eines Gesandten der Tschechoslowakei von Wien nach Prag geflohen war, Kontakt mit dem Vorstand der Sopade (Sozialdemokratische Partei Deutschlands im Exil) auf. Die Prager Sopade verfolgte das Ziel, die Welt über die Verbrechen des NS-Regimes aufzuklären und den Widerstand gegen die Nationalsozialisten durch Informationsarbeit zu unterstützen. Josef Felder wurde aus Rücksicht auf seine Familie davon abgeraten, sich innerhalb der Sopade illegal zu betätigen.


Josef Felder befürchtete Repressalien gegen seine Familie, solange er sich im Ausland aufhielt. Daher erwog er, wieder nach Deutschland zurückzukehren. Vor einer endgültigen Entscheidung fuhr er mit einem falschen tschechischen Pass für zwei Tage nach München, um sich mit seiner Frau zu beraten. Diese versicherte ihm, dass sie die Bedrohung und die Erniedrigungen durch die Nationalsozialisten auf sich nehme und es darauf ankomme, sein Leben zu sichern. Doch Josef Felder wollte seine Familie nicht in Gefahr bringen und kehrte daher im Mai 1934 endgültig nach Deutschland zurück.


Verfasserin: Anja Ruisinger


Literatur:
Josef Felder. Warum ich Nein sagte. Reinbek bei Hamburg, Rowohlt Taschenbuch 2002 (vgl. S. 156-168)

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