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Projekt: Josef Felder
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9. Julius Streicher
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

10. Der Stürmer
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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9. Streicher, Julius

(12. Februar 1885-16.10.1946)

Dokumente zu Streichers Zeit als Lehrer in Mindelheim

NS-Politiker

Julius Streicher wurde am 12. Februar 1885 als unehelicher Sohn eines Volksschullehrers in Fleinhausen bei Augsburg geboren. Nach dem Besuch des Augsburger Lehrerseminars wird er 1904 Aushilfslehrer in Mindelheim, ab 1905 erhält er dort eine dauerhafte Anstellung als Lehrer. 1907/08: Streicher dient als Einjährig-Freiwilliger, anschließend wird er Volksschullehrer.


hier
Portrait Julius Streicher

Vollbild (20 kb)


Er nimmt in bayerischen Einheiten am Ersten Weltkrieg teil und wird 1918 zum Leutnant der Reserve befördert. Nach Tätigkeiten in verschiedenen völkischen Organisationen ist er 1919 Mitbegründer der Nürnberger Ortsgruppe der antisemitischen Deutsch-Sozialen Partei. Im Jahr 1922 wird die Ortsgruppe der Deutsch-Sozialen Partei von Streicher der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) Adolf Hitlers unterstellt. 1923 gründet Julius Streicher die Wochenzeitung "Der Stürmer". Durch plakative antisemitische Parolen und Skandalgeschichten, häufig mit sexuellem Hintergrund, erreicht "Der Stürmer" bis 1938 eine Auflage von bis zu einer halben Million Exemplare. Mit Zeitungsbeiträgen und durch Vortragsreisen verbreitet Streicher seine antisemitischen Ansichten. Beim Hitler-Putsch 1923 ist Streicher als Propagandist für Hitler tätig und erwirbt sich dadurch dessen Freundschaft. Wegen seiner Teilnahme am Hitler-Putsch wird Streicher allerdings vom Schuldienst suspendiert.


Bei der Neugründung der NSDAP 1925 wird Streicher mit dem Aufbau der Partei in Nordbayern beauftragt und 1929 zum Gauleiter des neu gegründeten Gaus Mittelfranken ernannt und rückt in als Abgeordneter der NSDAP in den Bayerischen Landtag.


hier
Julius Streicher bei einer Ansprache auf dem Hesselberg

Vollbild (19 kb)


Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme scheidet Streicher aus dem Schuldienst aus und wird Leiter des "Zentralkomitees zur Abwehr der jüdischen Greuel- und Boykotthetze", das die antisemitischen Aktionen und Boykotte zentral steuert. Im Gau Mittelfranken geht er besonders scharf gegen Juden und bürgerliche Gegner vor. Daneben gibt er zur Indoktrination von Kindern antisemitische Bilderbücher wie "Der Giftpilz" heraus. Im "Stürmer" startet er eine Kampagne, die den Boden für die Nürnberger Rassengesetze von 1935 vorbereitet. Streicher erhält 1934 den Ehrenrang eines Gruppenführers der Sturmabteilung (SA). In seiner Funktion als Gauleiter kauft er zahlreiche Zeitungen auf und vergrößert sein Privatvermögen durch Aneignung jüdischen Besitzes. Auch durch seine sexuellen Eskapaden und Korruption erregt Streicher Aufsehen. Die Protektion, die Hitler ihm angedeihen lässt, schützt ihn jedoch vor seinen Gegnern.


hier
Julius Streicher spricht auf einer NSDAP Versammlung

Vollbild (78 kb)


Wegen eines Ausfalls gegen einen NS-Funktionär wird die Verbreitung des "Stürmers" 1935 kurzfristig verboten. Viele Nationalsozialisten fürchten, dass die Primitivität des "Stürmers" sich negativ für die Partei auswirke. Im Jahr 1940 setzt Hermann Göring eine Kommission ein, welche die Vorwürfe gegen Streicher untersuchen soll. Dieser wird seiner Ämter enthoben, behält aber auf Anweisung Hitlers den Rang eines Gauleiters. Er zieht sich auf sein Gut Pleikershof bei Nürnberg zurück, bleibt aber weiterhin Herausgeber des "Stürmers".


hier
Julius Streicher auf der Anklagebank bei den Nürnberger Prozessen, 1946

Vollbild (11 kb)


Am Ende des Zweiten Weltkriegs flieht Streicher in die Alpen und lebt einige Wochen unerkannt in einem österreichischen Dorf, ehe er von amerikanischen Soldaten verhaftet wird. Vom Internationalen Militärgerichtshof wird Streicher in Nürnberg zum Tod verurteilt. Und am 16. Oktober 1946 hingerichtet. Noch kurz vor dem Tod erklärt er seine Treue zu Hitler und bekennt sich zu seinem monokausalen antisemitischen Weltbild.


Quelle: www.dhm.de

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